Coachingkonzept 2018-01-31T11:10:52+00:00

Coachingkonzept

Coaching mit CARE

Das von mir entwickelte Coachingverfahren basiert auf drei theoretischen Ansätzen, die sowohl in der Psychologie als auch in der Pädagogik und Didaktik von zentraler Bedeutung sind:
Der systemische Ansatz  trägt der Tatsache Rechnung, dass jeder Mensch immer Teil eines Systems ist – zum Beispiel einer Abteilung, eines Unternehmens oder einer Familie. Der lösungsorientierte Ansatz  zielt darauf ab, zielstrebig auf eine Lösung oder eine positive Veränderung hinzuarbeiten. Der konstruktivistische Ansatz  stellt sicher, dass die individuelle Weltsicht des Coachees ausreichend Raum erhält, um auf dieser Grundlage zu neuen Sichtweisen und Handlungsstrategien zu gelangen.
In meinen Individualcoachings betrachte ich die Persönlichkeit meiner Klientinnen immer im Zusammenspiel mit ihrem jeweiligen beruflichen und privaten Umfeld. Bei meinen Team- und Unternehmenscoachings spielt zudem die Betrachtung des Profils bzw. der Organisation der jeweiligen Einrichtung eine wichtige Rolle.

Mein Coaching-Ansatz ist kurzzeitorientiert und zeichnet sich durch eine starke Handlungs- und Lösungsorientierung aus, so dass in der Regel nur wenige Termine erforderlich sind, um die gewünschten Veränderungen zu erreichen. Ich bin davon überzeugt, dass man mit den richtigen Methoden und Fragen zügig zum gewünschten Ergebnis gelangen kann. Mein Anliegen ist es deshalb nicht, meine Coachees besonders lange zu betreuen, sondern sie so bald wie möglich, mit gelöstem Problem und neuen Handlungskompetenzen, zu entlassen. Meine Coachings sind besonders effektiv, da meine Stärke im Aufdecken neuer und kreativer Handlungsmöglichkeiten und Sichtweisen liegt.

Der von mir entwickelte Coaching mit CARE Ansatz umfasst 4+1 wichtige Prinzipien, die meinen Coaching Prozess bestimmen.

Kommunikation bildet den Kern jedes Coachings. Die Kommunikation zwischen Coach und Coachee dient dabei nicht allein dem Austausch von Informationen. Vielmehr führt das präzise Verbalisieren des jeweiligen Anliegens und der Ziele des Coachees zu einer Erweiterung des Bewusstseins und damit zu einer effektiven Steuerung und Kontrolle des Verhaltens in bestimmten Situationen. Im Rahmen unserer Coaching Gespräche werden meine Klientinnen wiederkehrend ihre Annahmen über sich selbst, ihr Umfeld und ihre Situation, ihre Handlungen, Gedanken, Wünsche, Vorstellungen und Ziele verbalisieren, hinterfragen und neu definieren bzw. strukturieren.

Die aus der Gestaltpsychologie stammende Theorie der Affordanzen geht davon aus, dass unsere Umwelt und unser Umfeld spezifische Angebote und Handlungsaufforderungen bereithalten, die bestimmte Verhaltensweisen ermöglichen, unter der Bedingung, dass wir sie richtig erkennen und damit umgehen können. Solange wir die vorhandenen Ressourcen jedoch nicht erkennen oder nicht wissen, wie sie richtig eingesetzt werden können, werden sie uns nichts nützen. Durch systematische Fragen und Methoden werden die im Umfeld des Coachees vorhandenen und bislang zu wenig oder ggf. gar nicht genutzten Ressourcen erkannt, damit diese nachfolgend gewinnbringend zur Erreichung der Ziele eingesetzt werden können.

Ein wichtiges Prinzip von Coaching mit CARE ist der gegenseitige Respekt und die Wertschätzung zwischen Coach und Coachee. Auf der Seite des Coaches zeigt sich dies darin, dass ich meine Klientinnen stets mit ihren Anliegen, Bedürfnissen, Problemen und Zielen ernst nehme und meine Interventionen sorgfältig überlege, plane und einsetze. Tabuzonen und Grenzen werden am Anfang des Coachingprozesses thematisiert und entsprechend respektiert. Alles, was in den Coachingsitzungen besprochen und erarbeitet wird, unterliegt selbstverständlich der Schweigepflicht.

Auf der Seite der Coachee bzw. des Coachees zeigt sich Respekt gegenüber der Coach darin, dass diese/r ein echtes Coachinganliegen hat , Veränderungen herbeiführen möchte und bereit ist, sich auf Veränderungsprozesse einzulassen. Darüber hinaus ist es von hoher Bedeutung, dass die/ der Coachee sich auf die eingesetzten Coachingmethoden einlässt.

Coaching ist in erster Linie Hilfe zur Selbsthilfe. Ein guter Coach zeichnet sich deshalb dadurch aus, dass er dem Klienten nicht seine eigenen Ideen und Meinungen zur jeweiligen Situation aufdrängt, sondern ihn bei der eigenen Lösungsfindung unterstützt. Dennoch ist das Vorhandensein einer gewissen Lebens- und Berufserfahrung von unschätzbarem Wert. Schließlich braucht ein Coachee ein „echtes Gegenüber“, einen Menschen, der Höhen und Tiefen kennt, der kontinuierlich an seiner eigenen Entwicklung arbeitet und der offen kommunizieren kann. Zu den Kernkompetenzen eines guten Coaches gehören Einfühlungsvermögen, Neugierde und Kreativität, systemisches Denken, die Bereitschaft zur Konfrontation und die Fähigkeit, den Klienten/ die Klientin da abzuholen, wo er bzw. sie steht, um anschließend neue Blickwinkel zu eröffnen.

Da ich neben meinen Fachkompetenzen als Coach auch über ausgewiesene Feldkompetenzen im Bildungssektor (v.a. Hochschulen und Schulen) verfüge, biete ich zu diesen Themen auf Wunsch auch eine Kombination aus Coaching und Expertenberatung (Supervision und Prozessbegleitung) an.

Der Begriff C A R E selbst bildet das fünfte Prinzip des Coaching Ansatzes. Es geht darum, dass die/ der Coachee eine Sache, ein Anliegen, ein Problem, einen Wunsch etc. für wichtig genug hält, um sich Zeit dafür zu nehmen dieses Anliegen zu bearbeiten. Denn nur, wenn man selbst einer Sache echte Bedeutung schenkt, kann man Erfolg haben. Das allerdings ist nicht immer ganz so einfach. Denn in unserem meist sehr durchgetakteten Alltag haben wir es häufig verlernt, regelmäßig wahrzunehmen, was uns wirklich wichtig ist. Dies führt zu einem Gefühl der Fremdbestimmung oder dem Gefühl an einer Situation einfach nichts ändern zu können. Wir fühlen uns ohnmächtig, fast wie eine Marionette, die an den Fäden anderer (z.B. der Eltern, der Kinder, der Schüler, des Vorgesetzten, der Mitarbeiter, des (Ex-) Partners, etc.) hängt und von diesen gesteuert wird. Manchmal fühlen wir uns auch einfach nur wie ein Hamster im Rad (Familie, Freundeskreis, Arbeitsplatz, etc.), das von außen häufig viel zu schnell, manchmal aber auch zu langsam, gedreht wird. In meinen Coachings lernen Coachees anhand konkreter Beispiele und Übungen, wie sie die Fäden (wieder) selbst in die Hand nehmen und wie sie die Geschwindigkeit des Rads selbst bestimmen können.